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Klärschlammvererdungsanlage BorkumDie Klärschlammvererdungsanlage Borkum leistet einen wesentlichen Beitrag zur Klimaneutralität Borkums.Borkum will bis 2030 klimaneutral werden. Eine EKO-PLANT Klärschlammvererdungsanlage leistet dazu einen wichtigen Beitrag.

In Sachen Klimaschutz hat sich Borkum ehrgeizige Ziele gesetzt: 100 Prozent regenerative Energien und 0 Prozent Treibhausgasemissionen bis 2030. Dieses Engagement kommt nicht von ungefähr, denn die Folgen des Klimawandels betreffen Küstenregionen und Inseln ganz direkt und unmittelbar. Borkums Bewohner haben den ansteigenden Meeresspiegel täglich vor Augen und wissen aus eigener Erfahrung, was vermehrt auftretende Sturmfluten bedeuten.

Weniger Energieverbrauch, keine Zuschlagsstoffe, geringere Entsorgungsmenge

Ein Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität ist die Klärschlammvererdung. Die Abwässer von rund 5.000 Insulanern und bis zu 25.000 Feriengästen werden in der inseleigenen Kläranlage gereinigt. Übrig bleiben große Mengen Klärschlamm, die entwässert und entsorgt werden müssen. Früher wurde der Klärschlamm mit Siebbandpressen mechanisch entwässert – unter Einsatz von viel Energie und Flockungshilfsmitteln, welche bei der Herstellung hohe Emissionen verursachen. Seit 2005 erledigt eine EKO-PLANT Klärschlammvererdungsanlage diese Arbeit und statt in energieintensive Maschinen fließt der Klärschlamm seitdem in Schilfbeete. Etwa 2.000.000 kWh werden allein durch den energiearmen Betrieb der Klärschlammvererdung bei einer Nutzungsdauer von 36 Jahren gegenüber der früheren maschinellen Entwässerung eingespart – ein Elektroauto mit einem Bedarf von 20 kWh pro 100 km könnte mit diesen Einsparungen 10 Millionen km weit fahren und dabei die Erde 250 mal umrunden.

Nur angetrieben von Sonne und unterstützt von der Schwerkraft, entziehen die Schilfpflanzen dem Klärschlamm das Wasser und wandeln ihn gleichzeitig mit Hilfe unzähliger Mikroorganismen in humushaltige Klärschlammerde (EKO-TERRA) um. Das spart nicht nur viel Energie; die EKO-TERRA ist ein hochwertiger Dünger, der ohne Einsatz emissionsträchtigen Kalks hygienisiert wurde und in der Landwirtschaft verwertet werden kann. Mehr noch: Bei der Umwandlung des Klärschlamms reduziert sich dessen Menge im Vergleich zur mechanischen Entwässerung erheblich - und damit auch die Menge, die schließlich unter Einsatz von Kraftstoffen abtransportiert und verwertet werden muss.

4.000 Tonnen weniger CO2

Mittlerweile wurden alle vier Schilfbeete der EKO-PLANT Klärschlammvererdungsanlage auf Borkum nach 10 bis 12 Betriebsjahren erstmals und planmäßig geräumt und die hochwertige Klärschlammerde als Dünger auf dem Festland in der Landwirtschaft verwertet. Die Auswertung der Betriebsdaten belegt: Im Vergleich zur früheren mechanischen Entwässerung hat sich die Restmenge um 50 Prozent reduziert. Durch den geringeren Energieverbrauch lag die Einsparung beim CO2 sogar bei mehr als 90 Prozent!

Durch den Betrieb der EKO-PLANT Klärschlammvererdungsanlage erreicht Borkum über deren voraussichtliche Nutzungsdauer von 36 Jahren Einsparungen von 3.900 Tonnen CO2-Äquivalenten. Hinzu kommt noch die Reduktion der zu verwertenden Restmenge: Insgesamt müssen rund 30.000 Tonnen Klärschlamm weniger abtransportiert werden. Müssten diese 30.000 Tonnen mit LKW-Sattelzügen neuester Art über eine Strecke von nur 100 km zur Verwertung transportiert werden, Leerfahrten und Fährtransport von der Insel zum Festland nicht einkalkuliert, würden hierfür etwa 40.000 Liter Diesel benötigt, die einem Ausstoß von weiteren 100 Tonnen CO2-Äquivalenten entsprächen.

Mit ihrer überragenden CO2-Bilanz leistet die EKO-PLANT Klärschlammvererdung einen wichtigen Beitrag, um Borkums ehrgeizige Klimaschutzziele zu erreichen.