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Dustin Radde_muelheim_webDustin Radde, Badebetriebsleiter im Naturbad Mülheim-Styrum, misst die Wassertemperatur.
Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services
Im Interview zieht Dustin Radde, Badebetriebsleiter des Naturbades Mülheim-Styrum, eine poitive Bilanz: Rekordsommer 2018, problemloser Badebetrieb - auch bei Hochbetrieb - und begeisterte Badegäste.

Herr Radde, was ist Ihre Position und seit wann arbeiten Sie im Naturbad Mülheim?

Ich habe 2012 das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen Silber gemacht und bin seitdem im Naturbad Mülheim tätig. Ab 2014 war ich für die wirtschaftliche Betriebsleitung zuständig und seit einigen Jahren bin ich als Badebetriebsleiter tätig.

Letztes Jahr war ein super Sommer und Sie hatten so viele Besucher wie nie zuvor. Wie lief die Saison 2018 im Naturbad Mülheim?

Ja das stimmt, 2018 war mit über 93.000 Besuchern das bei Weitem am stärksten frequentierte Jahr seit der Sanierung. Ein neuer Rekord – sogar noch mit Luft nach oben, denn aufgrund des eher verregneten Septembers war zum Ende der Saison nicht viel Betrieb. Ich gehe davon aus, dass 100.000 Besucher bei noch besserem Wetter problemlos erreichbar sind. Bei schönem Wetter haben wir so 2.000 bis 3.000 Besucher pro Tag, in der Hauptsaison sogar bis zu 5.000. Das Jahr 2016 war schon außergewöhnlich mit etwa 64.000 Besuchern, aber 2018 hat alle Erwartungen übertroffen.

Hatten die hohen Besucherzahlen Einfluss auf den Badebetrieb?

Der Badebetrieb war einwandfrei, wir benötigten nur vergleichsweise viel Frischwasser, um die Wassertemperatur zu halten. Was ohne eine solche Abkühlung passiert, sah man an den Seen im Umkreis, bei denen durch Temperaturen von 26 bis 27 Grad ein großes Fischsterben auftrat.

Wir hatten keine Probleme mit den Wasserwerten. Das Wasser wird regelmäßig beprobt, mindestens alle 10 Tage. Aufgrund eines Verdachts wurde das Bad jedoch kurzzeitig sicherheitshalber geschlossen. Sämtliche Nachbeprobungen waren jedoch ohne Befund.

Welche Herausforderungen stellt so ein super Sommer an Sie und Ihre Kollegen?

Es ist natürlich eine hohe Personaldichte nötig und wir müssen gucken, dass niemand über seine Grenzen geht. Wir sind froh, dass wir 2018 so viele Aushilfskräfte zur Unterstützung hatten.

Wie gefällt Ihnen das Naturschwimmbad? Gibt es ein persönliches Highlight für Sie?

Es ist eine wunderschöne Anlage; allein der Reiz ein Naturbad seinen Arbeitsplatz nennen zu können ist etwas Besonderes. Das kann nicht jeder so sagen. Es hat einfach eine ganz besondere Atmosphäre. Mein persönliches Highlight ist das jährliche Ruhr Reggae Festival. Mit etwa 15.000 Besuchern in 3 Tagen ist dann zu rechnen.

Gibt es andere Veranstaltungen, die sich auf die Besucherzahlen auswirken?

Wirklich signifikant wirkt sich nur das Ruhr Reggae Festival aus. So viele Besucher kommen ansonsten nur an 30-Grad-Wochenenden.

Gibt es Neuerungen im Bad?

Um das Angebot attraktiver zu halten, wenn das Wetter mal nicht so gut ist, haben wir eine neue Skimboarding-Anlage. Dafür wurde ein neuer Pool errichtet, denn Elemente wie Randstein und Gummierung mussten erneuert werden. Letztes Jahr hatten wir erstmals die Europameisterschaften im Skimboarding bei uns. Das ist eher eine kleinere Veranstaltung. Daneben gibt es Trainingskooperationen mit Schulen und ein Skim-Camp.

Wie ist die Zusammenarbeit mit EKO-PLANTs betriebsbegleitender Betreuung?

Da ist nichts Negatives zu sagen, der Austausch ist wirklich hervorragend. Bevor die Saison dieses Jahr losging gab es einen Begehungstermin. Das Bad ist ja nun 10 Jahren alt, so dass in den kommenden Jahren Maßnahmen anstehen, die die hohe Qualität sichern werden. Die Zusammenarbeit ist wirklich einwandfrei.

Was gefällt Ihrer Erfahrung nach den Besuchern am besten?

Insbesondere, dass der Bereich der Nichtschwimmerfläche mit Sand ausgekleidet ist, wird immer wieder positiv hervorgehoben. Es ist hier „wie Urlaub vor der Haustüre“, das wird immer wieder gesagt.

Können Sie einen Vergleich der Naturbad-Technik zu konventioneller Technik ziehen?

Nicht so wirklich, da ich eigene Erfahrungen nur mit dem Naturschwimmbad habe. Sicherlich ist die Wartung und Instandhaltung einer Chlorgas-Anlage deutlich intensiver und bei Naturschwimmbädern ist die Reinigung deutlich flexibler.

Meine persönliche Einstellung: „Lieber Schilf als Chlor“.


(Telefoninterview mit Dustin Radde, Badebetriebsleiter des „Naturbad Mülheim Styrum“, vom 7. Mai 2019)