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Claus ZitelmannClaus Zitelmann berichtet im Interview aus 16 Jahren Erfahrung mit EKO-PLANT Klärschlammvererdung.Nach 16 Jahren Erfahrung mit der Klär­schlamm­vererdungs­anlage Adelebsen zieht der Betriebsleiter Bilanz: Niedrige Betriebskosten, hohe Verwertungs­sicherheit und optimale Vererdungs­leistung.

Herr Zitelmann, was waren vor 16 Jahren Ihre Beweg­gründe zum Bau einer Klär­schlamm­vererdungs­anlage?

Für die Schlammentwässerung haben wir eine Kammerfilterpresse betrieben und es stand eine aufwändige Sanierung an. Die Unterhaltungs- und Personalkosten waren damals sehr hoch, so dass wir nach Alternativen suchten. Zur gleichen Zeit wurde uns bei einem Nachbarschaftstreffen von EKO-PLANT die Technik der Klärschlammvererdung vorgestellt. Wir haben dann die Vererdungsanlage in Wathlingen besucht und das Konzept hat uns überzeugt, so dass  dann relativ kurzfristig unsere Vererdungsanlage geplant und gebaut wurde.

Was sind nach Ihrer Erfahrung die größten Vorteile der Klärschlammvererdung?

Wir haben einen geringen Personalbedarf. Wir hatten vorher bei der Kammerfilterpresse immer einen Mann abgestellt der sich praktisch nur damit beschäftigt hatte, jetzt sind es zwei Stunden - pro Woche! Dann geringe Stromkosten: Wir haben unseren Stromverbrauch deutlich senken können. Geringe Unterhaltungskosten: Keine Ausgaben mehr für teure Reparaturen oder Kalk und Eisen-III-Chlorid. Durch die Zuschlagstoffe hatten wir früher dann gleich die doppelte Menge an Klärschlamm und die mussten wir auch bezahlen, wenn wir sie aufs Feld gebracht haben. Das war eigentlich einer der Hauptgründe unserer Entscheidung für die Vererdung.

Außerdem haben wir noch eine sehr lange Planungssicherheit. Die Beete sind ja nicht randvoll, wenn eine Räumung aufgrund von guten Verwertungsoptionen geplant ist. Bekommen wir dann nicht genug Flächen oder kommt etwas anderes dazwischen, können wir weiter beschicken und die Verwertung ohne weiteres um ein oder zwei Jahre verschieben. So ist es ja auch im letzten Jahr bei Beet 3 vorgekommen.

Würden Sie sich wieder für die Klärschlammvererdung entscheiden?

Auf jeden Fall. Aus ökologischer Sicht sind Vererdungsanlagen zum Entwässern von Klärschlamm hervorragend geeignet. Die Natur regelt das ganz alleine. Und aus Sicht des Betriebspersonals ist eine Vererdungsanlage mit wenig Aufwand zu betreiben. Die Betriebssicherheit wird auch durch die betriebsbegleitende Betreuung durch EKO-PLANT gewährleistet. Wir haben da einen langfristigen Vertrag abgeschlossen, der auch meinen Nachfolger entlastet, wenn ich demnächst in Rente gehe.

Fühlen Sie sich bei EKO-PLANT gut aufgehoben?

Ja, es gab immer Ansprechpartner bei Problemen oder Fragen, es wurde einem immer geholfen. Also ich habe da überhaupt keine Probleme.

Wie ist in Ihrer Region aktuell die Situation, was die Klärschlammbehandlung und auch vor allem die Klärschlammentsorgung angeht?

Es wird immer schwieriger, landwirtschaftliche Flächen zur Verwertung zu akquirieren. Aus anderen Landkreisen wird auch Hühnerkot und Gülle in unseren Landkreis gebracht, dadurch werden die Flächen noch weniger. Ein weiteres Problem sind die vielen Biogas-Anlagen mit ihren Gärresten. Auch die brauchen Flächen zum Ausbringen. Viele Kläranlagen müssen bzw. wollen den Klärschlamm in Zukunft verbrennen aber die Verbrennungskapazitäten sind ja zurzeit sehr knapp. Es sollen zwar in Niedersachsen zwei Monoverbrennungsanlagen gebaut werden, aber man weiß ja, das kann locker 10 Jahre dauern. Und was macht man dann mit dem Klärschlamm? Das weiß keiner so genau.

Wie ist im Vergleich dazu Ihre Situation hier in Adelebsen? Mittlerweile wurden alle drei Beete einmal geräumt und die Klärschlammerde EKO TERRA in der Landwirtschaft verwertet. Der zweite Vererdungszyklus läuft ohne Probleme.

Hier in Adelebsen ist es so, dass ich zurzeit kein Problem sehe, unseren Klärschlamm landwirtschaftlich zu verwerten. Die Akzeptanz für Klärschlammerde ist bei unseren Landwirten weiterhin vorhanden. Der Gesetzgeber schränkt zwar die landwirtschaftliche Verwertung immer weiter ein, durch unterschiedliche Grenzwerte bzw. Ausbringungszeiten. Trotzdem halten wir mit unserer Klärschlammerde alle Grenzwerte und Bedingungen ein. Meiner Meinung nach kann eine landwirtschaftliche Verwertung unseres Klärschlamms weiterhin stattfinden.

Durch den Konkurs einer lokalen Lebensmittelfabrik fallen jetzt weniger Abwässer an. Die Laufzeit der Vererdung kann dadurch von jetzt 15 auf 18 Jahre verlängert werden. Und die Verwertung von Beet 3 im letzten Jahr hat gezeigt: je länger der Schlamm im Beet verweilt, desto höher der TS-Gehalt. Wir werden die nächsten Jahre auf jeden Fall Ruhe haben mit der ganzen Sache.

Sie haben einen langjährigen Betreuungsvertrag für betriebsbegleitendes Engineering und Räumungsleistungen mit EKO-PLANT abgeschlossen. Warum?

Ich gehe demnächst in Rente und denke da auch an meinen Nachfolger. Mit dem 10-Jahres-Vertrag wollten wir sicherstellen, dass wir das Know-how von EKO-PLANT auch weiter dabei haben und die Betriebssicherheit gewährleistet ist. Und durch EKO-PLANT werden wir auch zukünftig immer über die neuesten Entwicklungen informiert.

Interview mit Claus Zitelmann, Betriebsleiter der kommunalen Kläranlage Adelebsen,
am 19. August 2019.