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Torfabbau im Venner MoorTorfabbau setzt große Mengen an CO2 frei - mit gravierenden Folgen für den Klimawandel; Foto: Venner Moor (NI)
Quelle: iStockphoto/fermate

Kompost aus Bioabfällen ist in Kultursubstraten für den Produktionsgartenbau sowie in Blumenerden für den Hobbygärtner eine ausgezeichnete Alternative zu Torf. Das Floratop® Regionalerdensystem beweist seit mehr als 20 Jahren, wie sich wirtschaftlicher Erfolg mit Natur- und Klimaschutz verbinden lässt.

Torf ist aufgrund seiner Eigenschaften immer noch der Hauptbestandteil vieler Blumenerden und Kultursubstrate. Er speichert große Wassermengen und macht den Boden luftig und locker. Torf ist zudem kalkarm und nährstofffrei. Die Verwendung von Torf ist aber problematisch, denn damit einher geht die Zerstörung von wertvollen Mooren und Feuchtgebieten.

Lebensraum und Kohlenstoffspeicher

Moore sind der Lebensraum seltener und einzigartiger Pflanzen- und Tierarten. Hier leben Sonnentau und Wollgras, Moorjungfer und Moorfrosch – um nur einige zu nennen.

Moore speichern aber vor allem riesige Mengen Kohlenstoff. Weil abgestorbene Pflanzen unter Wasser vom Luftsauerstoff abgeschnitten sind, zersetzen sie sich nicht und es entsteht kein CO2. In den Mooren und Feuchtgebieten der Erde ist mehr Kohlenstoff gespeichert, als in allen Wäldern zusammen − unvorstellbare 657 Milliarden Tonnen (Quelle: Bodenatlas 2015, S. 16/17) Werden Moore für die Torfgewinnung trocken gelegt, gelangt dieser Kohlenstoff letztlich als CO2 in die Atmosphäre und verstärkt den Treibhauseffekt.

In Deutschland sind die noch existierenden Moore zwar mittlerweile streng geschützt und Torf wird nur noch dort abgebaut, wo Moore bereits vor vielen Jahrzehnten trocken gelegt wurden. Stattdessen wird aber nun ein Großteil des bei uns verwendeten Torfs aus den baltischen Ländern importiert. Die Zerstörung der Moore geht also andernorts weiter.

Kompost statt Torf

Dabei gibt es Alternativen. Vor allem kontinuierlich anfallender, regional erzeugter, nährstoffarmer Grüngutkompost eröffnet die Möglichkeit, erhebliche Mengen an Torf einzusparen. Dazu kommen Rindenhumus, Kokosfasern, Holzhäcksel, Reisspelzen oder Flachsschäben. Richtig gemischt und im Hinblick auf ihre physikalischen und chemischen Eigenschaften aufeinander abgestimmt, können auch mit Hilfe dieser Rohstoffe Mischungen für fast jeden Einsatzzweck hergestellt werden. Nicht immer ist es dabei sinnvoll, vollständig auf Torf zu verzichten, sein Anteil kann aber in jedem Fall deutlich reduziert werden.

Das Floratop® Regionalerdensystem

Bereits seit mehr als 20 Jahren hat es sich die HUMUS- UND ERDENKONTOR GmbH zur Aufgabe gemacht, Rezepturen für gärtnerische Erden ohne oder mit deutlich reduziertem Torfanteil zu entwickeln und zu vermarkten. Das Konzept: Kompost- und Erdenwerke stellen aus den Bioabfällen ihrer Region hochwertige Erden für Hobby- und Landschaftsgärtner her und vermarkten diese regional. Für die Qualität sorgen das Know-how und die Qualitätssicherung von HUMUS- UND ERDENKONTOR. Unter der gemeinsamen Dachmarke Floratop® werden diese Erden dann z. B. als „Oberhessische Erde“, „Fränkische Erde“ oder „Loisachtaler Erde“ lose oder als Sackware der Marke HEIMATKONTOR vertrieben. Der Grundsatz „Aus der Region, für die Region“ führt zu kürzeren Transportwegen, stärkt die lokale Wirtschaft und erleichtert die Vermarktung.

Aktiver Klimaschutz

HUMUS- UND ERDEN KONTOR und deren Kooperationspartner reduzieren mit der Vermarktung der regional erzeugten Erden den Torfverbrauch. Für den Klimaschutz bedeutet das: Mit jedem handelsüblichen 45 Liter-Sack regionaler, kompostbasierter Blumenerde werden im Vergleich zu einer durchschnittlichen Blumenerde 5 Kilogramm CO2 eingespart. Gerechnet auf die heutige Menge verkaufter Säcke sind dies bereits rund 1.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Durch den Verkauf loser Ware können weitere rund 1.500 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Bundesweit betrachtet ist der mögliche Klimaschutzeffekt durch Torfersatz gewaltig: Würde der Torfanteil in allen gärtnerischen Erden um 50 Prozent reduziert werden, brächte das eine CO2-Einsparung von jährlich über 1,1 Millionen Tonnen.

HUMUS- UND ERDEN KONTOR leistet mit dem Floratop® Regionalerdensystem seit mehr als 20 Jahren einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Das Ziel: Den Torfanteil in gärtnerischen Erden so weit wie möglich reduzieren. Auch unter ökonomischen Gesichtspunkten ist dies ein zielgerichtetes Konzept für die Vermarktung von Kompost, vor allem vor dem Hintergrund der immer schwieriger werdenden Absatz- und Erlössituation in die Landwirtschaft.