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THE PAULY GROUP

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Gruppenbild Floratop Forum 2019Die Teilnehmer des Floratop® Forums vor dem Speziallabor PLANCO-TEC, in dem der praktische Teil des Seminars durchgeführt wurde.Anfang Dezember nahmen 10 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hessischer und bayerischer Kompostierungsanlagen am Floratop® Forum teil. Thema: Bestimmung von Fremdstoffen und biologischen Parametern der RAL-Gütesicherung von Komposten.

Was verbirgt sich eigentlich hinter Begriffen wie Pflanzenverträglichkeit, Rottegrad oder Fremdstoffflächensumme? Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kompostierungsanlagen lesen zwar regelmäßig die Ergebnisse für diese Parameter in den Untersuchungsberichten der RAL-Gütesicherung für den von ihnen produzierten Kompost. Was genau dahinter steckt, bleibt aber oft theoretisch. Das diesjährige Floratop® Forum brachte Klarheit.

Praktische Übungen beim Speziallabor PLANCO-TEC

Nach einer theoretischen Einführung im Bildungszentrum DEULA in Witzenhausen ging es zum Speziallabor PLANCO-TEC nach Neu-Eichenberg. Als akkreditiertes Prüflabor ist PLANCO-TEC auf die Untersuchung der Qualitätsparameter von Kompost spezialisiert. Für die Forumsteilnehmerinnen und -teilnehmer hatte Laborleiterin Eileen Seebald mehrere Stationen vorbereitet, an denen sie nun selbst Kompostproben mit den vorgegebenen Methoden untersuchen konnten. Im Einzelnen waren das die Bestimmung des Fremdstoff- und Steingehalts, das Ansetzen eines Pflanzenverträglichkeits- sowie Unkrautsamentests, die Bestimmung von Rottegrad, Rohdichte, Salzgehalt und pH-Wert.

Aufwändige Handarbeit

Schnell wurde klar: Hier ist Handarbeit gefragt. So wird zur Bestimmung des Fremdstoffanteils eine Kompostprobe ausgebreitet und sämtliche Steinchen, Glassplitter, Metallstückchen oder Plastikteile mit der Pinzette herausgelesen. Das erfordert höchste Konzentration und einen geübten Blick, denn die Teilchen sind oft winzig und vom Kompost kaum zu unterscheiden. Sind alle Fremdstoffe ausgelesen, können sie sortiert und ihr Gewichtsanteil bestimmt werden. Damit aber nicht genug. Hartkunststoffe und Reste von Plastikfolien werden gesondert erfasst, denn hier ist weniger das Gewicht, als die Fläche entscheidend. Wiederum von Hand werden die ausgelesenen Teilchen auf einem Scanner ausgebreitet und dann elektronisch deren Fläche bestimmt. Nur Komposte, deren Fremdstoffgehalt und Fremdstoffflächensumme die festgesetzten Grenzwerte unterschreiten, erhalten das RAL-Gütezeichen.

Genauso praktisch ging es an den anderen Laborstationen weiter und die Seminarteilnehmer zeigten sich beeindruckt vom enormen Aufwand, der Sorgfalt und den speziellen Fertigkeiten, die tatsächlich hinter den nackten Zahlen der Untersuchungsergebnisse stecken.

Raum für intensiven Erfahrungsaustausch

Schon am Abend vor dem Praxistag gab es beim traditionellen Floratop® Stammtisch Gelegenheit für intensiven Erfahrungsaustausch und Netzwerken. Genauso wichtig war die Abschlussrunde. Bei Kaffee und Kuchen wurde noch einmal das Gelernte zusammengefasst und ein Resümee gezogen.

Fazit: Zufriedene Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die praktisch erfahren haben, was hinter den aufwändigen Untersuchungen der Gütesicherung ihrer Komposte steckt.

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