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Spatenstich KalefeldDie Bauarbeiten haben begonnen: Spatenstich zur Vererdungsanlage in der Gemeinde Kalefeld
Foto: Herma Niemann | Gandersheimer Kreisblatt
Zukünftig sorgt die Ökotechnik von EKO-PLANT auch im südniedersächsischen Kalefeld für eine wirtschaftliche und nachhaltige Klärschlammbehandlung.

Mit einem ersten Spatenstich startete am 13. Dezember 2019 der Bau der neuen Klärschlammvererdungsanlage in der Gemeinde Kalefeld in Südniedersachsen. Mit dabei waren Bürgermeister Jens Meyer und Volker Hübchen vom Bauamt. EKO-PLANT wurde vertreten durch Geschäfts­führer Stefan Rehfus und Vertriebs­ingenieur Karl-Toni Zöller. Ebenso dabei waren Vertreter des Ingenieurbüros Lüdecke, verantwortlich für die Vorplanung und Ausschreibung, sowie Vertreter des Bauunternehmens Gebr. Gropengießer.

Bisher entwässerte die 6.300-Einwohner-Gemeinde Kalefeld den Klärschlamm ihrer Kläranlage mit einer in die Jahre gekommenen Siebbandpresse. Dabei mussten große Mengen an Zusatzstoffen wie Kalk und Polymere, viel Strom und Personal eingesetzt werden. Auch die landwirtschaftliche Verwertung des entwässerten Schlamms ist in den letzten Jahren durch die veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen schwieriger geworden. Die neue Klärschlammvererdungsanlage löst diese Probleme und ermöglicht zukünftig ein entspanntes Klärschlammmanagement.

Nachhaltige und wirtschaftliche Ökotechnik

Kernstück der neuen Anlage sind drei Schilfbeete mit einer Gesamtfläche von 14.000 Quadratmetern. Diese Beete werden künftig ganzjährig den gesamten Nassschlamm der Kläranlage Kalefeld aufnehmen, mit der Energie aus Sonne und Wind entwässern und in humushaltige Klärschlammerde umwandeln. Die hochmoderne Ökotechnik reduziert dabei die Masse des eingeleiteten Klärschlamms um durchschnittlich 95 Prozent − und das ohne chemische Zusatzstoffe sowie mit einem Bruchteil der bisherigen Betriebskosten für Energie, Wartung und Personal.

Keine Einschränkungen bei der landwirtschaftliche Verwertung

Sind die Beete nach sieben bis acht Jahren gefüllt, werden sie geräumt und ein neuer Beschickungszyklus beginnt. Die gewonnene Klärschlammerde kann flexibel verwertet werden, entweder als Dünger in der Landwirtschaft oder thermisch in Verbrennungs­anlagen. Aufgrund ihrer Eigenschaften, die dem Kompost sehr ähnlich sind, ist Klär­schlamm­erde nach wie vor für die Landwirtschaft sehr interessant und immer mehr Landwirte entscheiden sich für die Düngung mit Klärschlammerde, anstatt z. B. mechanisch entwässerten Klärschlamm auf ihre Felder auszubringen.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das Düngemittel EKO-TERRA Ca+ herzustellen, für das viele Einschränkungen der novellierten Düngeverordnung nicht gelten und das im Herbst eine organische Düngung ermöglicht. Die landwirtschaftliche Verwertung wird für Kalefeld zukünftig also wieder einfacher.