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Frost fördert die EntwässerungFrost verbessert die Bodenstruktur im gesamten BeetKlärschlammvererdungsanlagen laufen im Winter nicht nur sicher und zuverlässig, tiefe Temperaturen verbessern sogar die Vererdungsleistung.

Wer verspürt nicht den Zauber eines Wintermorgens nach einer frostigen Nacht, wenn die Welt mit Raureif überzogen ist und unzählige Eiskristalle im ersten Sonnenlicht glitzern. Frost hat aber nicht nur ästhetische Seiten, sondern fördert in den Schilfbeeten einer Klärschlammvererdungsanlage sogar die Entwässerung. Grund ist die bekannte Eigenschaft von Wasser, sich beim Gefrieren auszudehnen.

Frost verbessert die Bodenstruktur

Dringt Frost in die Vererdungsbeete ein, sprengt die gefrierende Feuchtigkeit verfestigten Klärschlamm und Klärschlammerde auseinander. Poren und haarfeine Risse entstehen, Schlamm und Erde werden feinkrümeliger und durchlässiger, Luft und Wasser gelangen so verstärkt in das gesamte Beet. Von der gut belüfteten und bewässerten Bodenstruktur profitieren sämtliche chemische und biologische Umbauprozesse.

Zusätzlich können im Klärschlamm enthaltene Mineralien durch Frost verwittern und darin gebundenes Wasser wird freigesetzt. Gefriert auch die Beetoberfläche, wird Wasser aus den tieferen Bereichen angezogen. Dort entstehen dann Spalten und Schrumpfungsrisse, die bei der Entwässerung helfen.

Zusätzliche Entwässerung, neue Triebe, weniger Schädlinge

Winter und Frost reduzieren außerdem Masse und Volumen der Lebewesen in den Beeten. Mikroorganismen und Kleintiere stoppen ihre Vermehrung, gehen in eine Ruhephase oder sterben ab. Ihre Zellen werden vom Frost gesprengt und das Zellwasser freigesetzt. Taut es wieder, fließt das freigesetzte Wasser ab und das Schlammvolumen reduziert sich.

Entsprechend sterben auch alte Schilfwurzeln im Winter vermehrt ab, deren Zellen vom Frost aufgebrochen werden, so dass sie sich schneller zersetzen. Im Schlamm bilden sich dadurch Hohlräume sowie kleine und größere Entwässerungskanäle. So entsteht Platz für neue Schilfwurzeln. Die Zellen junger und vitaler Schilftriebe sind dagegen durch einen hohen Zuckergehalt vor Frost geschützt, wachsen bei etwas wärmeren Temperaturen auch im Winter weiter und bilden im Untergrund neue Entwässerungskanäle. In den oberen Schlammschichten fördern abgestorbene Pflanzenreste der oberirdischen Teile des Schilfs eine gröbere Bodenstruktur und damit ebenfalls die Entwässerung.

Und nicht zuletzt werden Schädlinge wie Blattläuse und Schilfeulen durch Frost stark reduziert. Im Frühjahr kann das Schilf so ungestört wieder zu einem vitalen und dichten Bestand austreiben und ideale Entwässerungsleistung erbringen.

Fazit

Frost verändert auf vielfältige Weise die Bodenstruktur und die Zusammensetzung der Lebensgemeinschaft in den Schilfbeeten einer Klärschlammvererdungsanlage. All diese Veränderungen wirken sich positiv auf die Entwässerung und die Vererdungsleistung aus. Volumen und Masse der im Beet verbleibenden Klärschlammerde werden verringert.

Die Ökotechnik von EKO-PLANT ist perfekt an den natürlichen Wechsel der Jahreszeiten angepasst und funktioniert auch im Winter und bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zuverlässig und leistungsstark.