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Hartmut BergerHartmut Berger, ehemaliger Leiter der Kläranlage Wathlingen, war immer sehr zufrieden mit der Klär­schlamm­ver­erdungs­anlage.Hartmut Berger, der scheidende Leiter der Kläranlage Wathlingen, berichtet im Interview über seine langjährige Erfahrung mit der Klärschlammvererdungsanlage. In seinem Resümee zieht er einen interessanten Vergleich zwischen konventioneller Technik und Vererdung. Außerdem spricht er über die für ihn erstaunlichste Begebenheit aus 20 Jahren Klärschlammvererdung.

Herr Berger, wie lange sind Sie schon auf der Kläranlage Wathlingen beschäftigt und wie war Ihr Werdegang?

Ich bin seit August 1992 auf der Kläranlage, also knapp über 27 Jahre. Vorher habe ich als Kundendienstmonteur für Heizungsanlagen gearbeitet. Horst Strohmeyer war zu dem Zeitpunkt hier der Chef. Innerhalb von einem Jahr war ich dann auch schon Stellvertreter und habe die Technik betreut. So ist es immer weiter gegangen, bis Horst dann in Rente gegangen ist und ich sein Nachfolger geworden bin.

Vor fast 20 Jahren wurde Ihre Klärschlammvererdungsanlage gebaut, was waren damals die Beweggründe für die Entscheidung?

Wir hatten eine Zentrifuge, die aber für viel Geld generalüberholt werden musste. Dann war unser Schlammlagerplatz nicht versiegelt und wir bekamen von der Unteren Wasserbehörde die Auflage, das zu ändern. Wir mussten also viel Geld in die Hand nehmen. Dann kam das Angebot von EKO-PLANT und unser Bauamtsleiter Lothar Niebuhr hat sich daraufhin mit der Klärschlammvererdung beschäftigt. Gemeinsam haben wir dann den Entschluss gefasst, die Vererdungsanlage zu bauen.

Was hat sich für Sie und den Kläranlagenbetrieb mit der Umstellung geändert?

Also, mein Arbeiten ist bedeutend einfacher geworden. Wenn so eine Zentrifuge sich immer wieder − entschuldigen Sie den Ausdruck − „auskotzt“, und sich der Schlamm in die Halle ergossen hat, musste man natürlich saubermachen. Da blieb es nicht aus, auch an Wochenenden oder Festtagen, Überstunden zu machen. Das war schon sehr arbeitsaufwändig. Durch die Vererdung hatten wir nur noch die Beschickung über den Computer zu bedienen, also unsere Menge einzugeben und den Höhenstand zu messen. Das ist natürlich bedeutend einfacher − und man bleibt auch bedeutend sauberer.

Was sind nach Ihrer Erfahrung die größten Vorteile der Klärschlammvererdung gegenüber anderen Techniken?

Wir können die Beete über lange Zeit, ungefähr 10 Jahre, mit Klärschlamm beschicken. Wenn dann im Schlamm vielleicht Schadstoffe wie PFT oder Quecksilber gemessen werden, können wir diesen Klärschlamm in einem Beet isolieren. Der unbelastete Klärschlamm kann dann in den anderen Beeten vererdet werden und lässt sich später vernünftig entsorgen. Dann natürlich die starke Volumenreduzierung und die insgesamt hohe Wirtschaftlichkeit.

Was hat Sie beim Betrieb der Vererdungsanlage am meisten erstaunt?

Bei der Zentrifuge mussten wir in kalten Winterperioden − minus 10 Grad, Ostwind − unsere Förderbänder mit Wärme und Frostschutzmittel in Betrieb halten. Die Vererdungsanlage läuft da eigentlich immer. Unvorstellbar, dass die Wasser- und Schlammpumpen da nie eingefrostet sind. In der Zeit, wo ich jetzt hier bin, haben wir es erst einmal gehabt, dass ein Beet mal nicht lief, weil es eingefroren war, warum auch immer. Aber wir haben dann einfach auf Beet 2 umgestellt und alles konnte weiter gehen.

Das war während der Planung ein wichtiges Thema, weil der Anlagenstandort eine wirklich kalte Ecke ist?

Ja, genau, da ist alles frei, und wenn der Ostwind darüberstreift, macht das schon Einiges aus.

Wie war in den vielen Jahren die Zusammenarbeit mit EKO-PLANT? Wurde ausreichend auf die individuellen Anforderungen eingegangen oder gab es größere Probleme?

Also, ich habe mich bei EKO-PLANT immer sehr gut aufgehoben gefühlt, durch die kompetente Betreuung die hier stattgefunden hat. Beschickungspläne wurden für uns ausgearbeitet, Ergebnisse verglichen, jedes Jahr ein Bericht erstellt. An Probleme kann ich mich nicht erinnern. Wenn wir mal irgendwelche Probleme mit der Steuerungselektronik hatten, war der Herr Klapproth immer unsere zuverlässige Hilfe.

Was ist denn jetzt Ihr Resümee nach knapp 20 Jahren Erfahrung mit der EKO-PLANT Klärschlammvererdungsanlage? Würden Sie sich wieder dafür entscheiden?

Ich würde mich auf alle Fälle wieder für die Vererdung entscheiden. Der Arbeitsaufwand ist wirklich nur noch ein kleiner Bruchteil, im Vergleich zu früher. Und dann die Möglichkeit, den Klärschlamm gut zu stapeln und sogar nach einer Beeträumung erstmal auf der Nachlagerfläche zurückzuhalten, bis man ihn vernünftig los wird. Da müssen wir nicht auf Biegen und Brechen irgendwelche Äcker finden oder den Schlamm in eine Verbrennungsanlage fahren, sondern können in Ruhe abwarten, bis die Flächen frei sind für unsere Klärschlammerde. Die war und ist in meinen Augen ein guter Dünger.

Bei der Firma EKO-PLANT kann ich mich nur bedanken, denn die Arbeit mit der Klärschlammvererdungsanlage war durchweg sehr angenehm. Es müssten viel mehr solcher Anlagen gebaut werden.