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Räumung AuetalEnde April 2020 wurde die Vererdungs­anlage Auetal in Niedersachsen zum ersten Mal geräumt.2,5 Milliarden Tonnen Kohlenstoff sind in den landwirtschaftlich genutzten Böden Deutschlands gespeichert. Durch vollständigen Humusabbau freigesetzt, entspräche das der Menge an CO2, die das gesamte deutsche Verkehrsaufkommen, bei heutigem Niveau, in 56 Jahren ausstoßen würde − eine gewaltige Menge. Veränderungen des Kohlenstoffvorrats von Böden sind klimawirksam und deshalb Bestandteil der offiziellen deutschen Treibhausgas-Bilanzierung.

Humus: Gut für Landwirtschaft und Klima

Der Boden lebt. Unzählige Mikroorganismen zersetzen abgestorbene Pflanzen und Tiere und sorgen für ständige Ab- und Umbauprozesse dieser organischen Substanz. Mit fortschreitendem Umbau entstehen immer stabilere Verbindungen, in denen sowohl Kohlenstoff als auch wichtige Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor gespeichert sind. Dieser Humus bestimmt auch die Struktur des Bodens: Er wird feinporig, luftdurchlässig und hält gut zusammen. Humus verbessert so die Wasseraufnahme und schützt den Boden vor Erosion. Die im Humus gebundenen Nährstoffe können von Pflanzen besonders gut aufgenommen werden und sind gleichzeitig vor Auswaschung geschützt. Humus schützt so unser Grundwasser vor einer Belastung durch Nitrat.

Humusbildung und -anreicherung ist somit durchweg positiv: für die Bodenfruchtbarkeit, für die Ernteerträge, für die Wasserqualität und nicht zuletzt für das Klima.

Humusaufbau mit Klärschlammerde

Bei der Vererdung wird Klärschlamm entwässert und die organische Substanz biologisch ab- und umgebaut. Ebenso wird durch das Wachsen und Vergehen des Schilfs immer wieder neue organische Substanz hinzugeführt. Diese Prozesse laufen über viele Jahre kontinuierlich ab und im Ergebnis entsteht humushaltige Klärschlammerde.

Eine Klärschlammvererdungsanlage mit einer Ausbaugröße von 20.000 Einwohnerwerten hat nach einer 10-jährigen Beschickungsperiode in ihren Schilfbeeten ein Äquivalent von etwa 2.000 bis 3.000 Tonnen CO2 eingespeichert. Nach der Räumung kann die Klärschlammerde als organischer Dünger mit dem Namen EKO-Terra in der Landwirtschaft verwertet werden und trägt dort zum Humusaufbau und zur Kohlenstoffspeicherung bei. Anders als bei der direkten Verbrennung maschinell entwässerten Klärschlamms wird so für lange Zeit vergleichsweise wenig CO2 freigesetzt und stattdessen die Fruchtbarkeit landwirtschaftlicher Böden durch die Anreicherung von Humus und die Rückführung von Nährstoffen verbessert.

Natürlich kann auch maschinell entwässerter Klärschlamm landwirtschaftlich verwertet werden. Die Düngung mit Klärschlammerde führt jedoch zu einer deutlich länger währenden Humusanreicherung und Kohlenstoffspeicherung im Boden, das belegen Untersuchungen zur Abbaustabilität von Klärschlämmen und Klärschlammerden.

Klärschlammvererdung vermeidet CO2-Emissionen

Modellrechnungen zeigen: Aktuell ist in allen Klärschlammvererdungsanlagen von EKO-PLANT ein Äquivalent von etwa 140.000 Tonnen CO2 gebunden. Ihre Gesamtkapazität zur Speicherung von Kohlenstoff in Form humushaltiger Klärschlammerde beträgt mehr als 250.000 Tonnen CO2-Äquivalente – dieselbe Menge, die bei der Verbrennung von 94 Millionen Litern Diesel freigesetzt würde. Darüber hinaus sind durch die Düngung mit EKO-Terra etwa 40.000 Tonnen CO2 als Humus in landwirtschaftlich genutzten Böden eingespeichert.

Mit jeder Räumung und landwirtschaftlichen Verwertung der Klärschlammerde bleibt ein großer Teil des darin enthaltenen Kohlenstoffs für lange Zeit in unseren Böden gespeichert. Nach der Räumung nehmen die Vererdungsbeete erneut Klärschlamm auf und speichern wiederum den darin enthaltenen Kohlenstoff. So tragen EKO-PLANT Klärschlammvererdungsanlagen kontinuierlich dazu bei, Treibhausgasemissionen zu vermeiden.

EKO-PLANT Klärschlammvererdung: mehr Humus, mehr Klimaschutz.


Sie möchten noch mehr erfahren? Fragen Sie uns oder folgen sie nachstehenden Links für weitergehende Informationen:

Videodokumentation "Räumung & landwirtschaftliche Verwertung von Klärschlammerde"

Informationen zu EKO-Terra und EKO-Terra Ca+