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Alicia KulksAlicia Kulks hat ihre Ausbildung bei PLANCO-TEC mit viel Freude absolviert.Seit Januar 2020 ist Alicia Kulks frisch gebackene Biologielaborantin. Während ihrer Ausbildung bei PLANCO-TEC war sie im Rahmen des EU-Austauschprogramms Erasmus+ für drei Monate in Brighton/England und hat dort in einem biochemischen Labor gearbeitet, um weitere Inhalte und Methoden aus ihrem Berufsfeld kennenzulernen.


Alicia, was ist dein Ausbildungsberuf?

Ich bin Biologielaborantin und das heißt, mein Arbeitsplatz ist stets ein Labor. PLANCO-TEC als mein Ausbildungsbetrieb ist ein Speziallabor für biologische und physikalische Parameter. Wir untersuchen hier z. B. Bioabfälle, Kompostproben sowie Klärschlämme und führen in diesem Zusammenhang eine Vielzahl spezieller Analysen durch. Doch es gibt in meinem Beruf noch andere Bereiche wie die Mikrobiologie oder die Molekularbiologie. In diesen Laboren kann man auch viel lernen, denn dort arbeitet man mit Pilzen, Bakterien oder Zellen von unterschiedlichen Organismen und ihren Proteinen, ihrer DNA und RNA. Der Beruf kann also in ganz verschiedene Richtungen gehen.

Du warst dreieinhalb Monate über das Erasmus+ Programm in England. Wie bist du darauf aufmerksam geworden?

Durch meine Lehrerin aus der Berufsschule. Sie schickt schon seit vielen Jahren Schüler über das Programm ins Ausland und hat viele Kontakte zu geeigneten Firmen in Schweden, Norwegen, England und den Niederlanden. Die Firmen, die schon mal jemanden aus Deutschland über das Erasmus+ Programm aufgenommen haben, waren bisher immer begeistert, weil es die Ausbildung „Biologielaborant/-in“ in dieser Form nur hier in Deutschland gibt. Im Ausland ist für diese Arbeit ein akademischer Abschluss notwendig. So gelten wir dort als Auszubildende mit besonderen Fähigkeiten und zusätzlichem Wissen. Also nehmen uns die Firmen recht gern und befürworten das Programm.

Was war das für ein Labor in England? Es war ein komplett anderer Bereich, richtig?

Ja, das Labor in England hatte ganz andere Schwerpunkte als PLANCO-TEC. Das Kernthema war Biochemie. Im ersten Teil meines Praktikums dort haben wir mit dem Epstein-Barr-Virus infizierte Zellen kultiviert, daraus spezielle Proteine extrahiert und dann an diesen Proteinen geforscht. Im zweiten Teil haben wir die RNA aus Hefezellen extrahiert und diese dann zum Sequenzieren an ein Fremdlabor geschickt.

Was bedeutet das Erasmus+ Programm für dich und andere Auszubildende?

Sehr viel, denn ohne finanzielle Unterstützung durch das Erasmus+ Programm könnten wir es uns als Azubis oft gar nicht leisten, ins Ausland zu gehen. Unser Gehalt reicht nicht aus, um Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung zu bezahlen, wenn zusätzlich weiterlaufende Kosten hier in Deutschland bedient werden müssen, wie etwa die eigene Wohnung.

Wo hast du während deines Praktikums gewohnt?

In einem Privathaushalt, wo mir ein Zimmer zur Verfügung gestellt wurde. Das Angebot hatte ich zuvor im Internet gefunden.

Was hast du von deinem Aufenthalt in England für Erfahrungen mitgenommen? Was hast du gelernt und würdest du dich noch einmal dafür entscheiden?

Ich freue mich sehr, dass ich diese Erfahrung machen durfte, die durchweg sehr gut war. Wenn man in einem fremden Land eine Zeit lang wohnt und arbeitet, ist es ganz anders, als nur eine Urlaubsreise dorthin zu machen, denn man lernt die Kultur kennen und das ist mir sehr wichtig. Da das Labor in der Uni von Brighton war, habe ich hauptsächlich mit Engländern gearbeitet, hatte darüber hinaus aber auch mit Studenten aus Zypern, Spanien oder Griechenland Kontakt. Mein Englisch hat sich natürlich enorm verbessert, das geht jetzt fließend. Und es wurde nie langweilig, denn ich habe auch privat viel unternommen. Brighton liegt ja direkt am Meer, das war wirklich sehr schön und hat mir viele Freizeitmöglichkeiten geboten. Und London ist mit dem Zug nur eine Stunde entfernt. So konnte ich mich an den Wochenenden spontan entscheiden, ob ich einen ruhigen Tag am Strand oder einen aufregenden Tag in der Großstadt erleben wollte.

Hat dich dein Auslandsaufenthalt in deiner Berufswahl bestärkt?

Ja, auf jeden Fall! Nach meiner Ausbildung möchte ich weiter in dem Beruf arbeiten. Und ich habe mich auch schon für eine Richtung entschieden: Molekular- und Mikrobiologie in einem eher kleineren Labor. Ich könnte mir momentan auch vorstellen, auszuwandern und komplett nach England zu gehen, weil es mir dort so gut gefallen hat. Ich habe dort auch Freunde gefunden, die ich nicht verlieren möchte.

Das heißt, du würdest jedem Azubi dieses Programm empfehlen, wenn er durch seinen Ausbildungsbetrieb die Möglichkeit dazu bekommt?

Ich würde es jedem weiterempfehlen. Das Programm bietet bis zu 6 Monate Auslandsaufenthalt an, doch nur die ersten 4 Monate sind versichert. Manche bleiben auch nur 2 oder 4 Wochen, doch das lohnt sich nicht, denn in so einer kurzen Zeit kann man sich nicht richtig einleben und genug Erfahrungen sammeln.


Hintergrundinfos zu Erasmus+

Erasmus+ ist das integrierte EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport.

Erasmus begann ursprünglich im Jahr 1987 als ein Austauschprogramm, durch das Studierende einen Eindruck vom Leben im Ausland gewinnen und dort studieren konnten. In den letzten 30 Jahren hat es sich aber zu etwas noch viel Größerem entwickelt. Heute bietet Erasmus+ dem Einzelnen sowie Organisationen eine Vielzahl von zusätzlichen Möglichkeiten – sie können zum Beispiel als Freiwillige oder Auszubildende ins Ausland gehen bzw. an gemeinsamen Projekten arbeiten.

www.erasmusplus.de

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