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Vererdungsanlage BüsumKlär­schlamm­ver­erdungs­anlagen, wie hier in Büsum, arbeiten hocheffizient bei gleichzeitig geringem Energie- und Ressourcenverbrauch.Auch Klärschlammvererdung hinterlässt einen öko­logischen Fußabdruck: Energie und natürliche Ressourcen werden verbraucht, Abwasser und CO2 freigesetzt. Wie aber schlägt sich die Klär­schlamm­ver­erdung zusammen mit der nachfolgenden Verwertung oder Entsorgung im Vergleich zu anderen Verfahren? Ökobilanzen geben die Antwort.

Wer wissen will, welche Auswirkungen die Herstellung oder Verarbeitung eines bestimmten Produkts auf unsere Umwelt hat, muss eine Menge rechnen. Welche Ressourcen werden verbraucht? Wieviel Energie wird benötigt und wie wird sie erzeugt? Welche Stoffe werden freigesetzt und wie stark wirken sie auf Boden, Luft und Wasser? Und heute besonders wichtig: Wie groß ist der Beitrag zum Treibhauseffekt?

Wer all diese Zahlen zusammenträgt und auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse gewichtet und bilanziert, kann fundierte Aussagen über die Umwelt- und Klimaverträglichkeit eines Verfahrens machen.

Geringer Energie- und Ressourcenverbrauch

Auch für verschiedene Verfahren der Klärschlammbehandlung wurden aufwendige Öko­bilanzen erstellt. Das Ergebnis: Der ökologische Fußabdruck der Klär­schlamm­ver­erdung ist besonders klein. Das hat eine Vielzahl von Gründen.

In den Vererdungsbeeten nutzen die Schilfpflanzen die Energie von Sonne und Wind zur Entwässerung, so dass nur sehr wenig zusätzliche Energie benötigt wird. Klär­schlamm­ver­erdung braucht keine synthetischen Polymere, die in der Regel auf Erdölbasis hergestellt werden. Auch gebrannter Kalk als Hilfsmittel bei der Entwässerung und Hygienisierung ist überflüssig. Dadurch wird viel CO2 eingespart, denn bei der Herstellung von gebranntem Kalk wird besonders viel Treibhausgas freigesetzt. Und schließlich wird durch kaum ein anderes Verfahren die verbleibende Restmenge stärker reduziert. So muss am Ende auch weniger abtransportiert werden und das verringert nicht nur die Transportkosten, sondern auch den Verbrauch von Diesel.

Besonders kleiner CO2-Fußabdruck

Neben Wasser ist Kohlenstoff der Hauptbestandteil von Klärschlamm. Da Vererdungsbeete über viele Jahre kontinuierlich mit Klärschlamm beschickt werden, verbleibt der größte Teil davon für diesen Zeitraum im Beet und gelangt nicht als CO2 in die Atmosphäre.

Aber was passiert mit dem Kohlenstoff nach der Beeträumung?

Während des Vererdungsprozesses wird der Klärschlamm in humushaltige Erde um­gewandelt. Im Humus aber ist der Kohlenstoff besonders stabil und dauerhaft gebunden. Wird die Klärschlammerde nach der Beeträumung als Dünger in der Landwirtschaft verwertet, reichert sich der Humus im Boden an. Kohlenstoff wird langfristig im Boden gespeichert und der Atmosphäre entzogen − gut für unser Klima. Wird Klärschlammerde hingegen verbrannt, gelangt der Kohlenstoff natürlich als CO2 zurück in die Atmosphäre.

Dort wo es ökonomisch sinnvoll ist und die Klärschlammqualität es erlaubt, setzt das Klärschlammmanagement von EKO-PLANT auf die landwirtschaftliche Verwertung in der Region. Klärschlammerde und der daraus erzeugte Dünger EKO-TERRA Ca+ werden möglichst lokal auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht. So entsteht eine regionale Kreislaufwirtschaft mit kurzen Transportwegen und geringen CO2-Emissionen.

Seit 1991 konnten durch EKO-PLANT Klärschlammvererdungsanlagen bereits über 80.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Ausgehend davon, dass ein Liter Diesel bei der Verbrennung 2,65 Kilogramm Kohlendioxid1 freisetzt, entsprechen die CO2-Einsparungen bei den Klärschlammvererdungsanlagen mehr als 30 Millionen Litern Dieselkraftstoff. Ein PKW mit einem Durchschnittsverbrauch von 7 Litern Diesel pro 100 Kilometer kann damit über 10.000 Mal die Erde umrunden.

Fazit: Durch ihren kleinen ökologischen Fußabdruck leisten EKO-PLANT Klär­schlamm­ver­erdungs­anlagen einen großen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Sie sparen Energie und Ressourcen, speichern Kohlenstoff, verringern CO2-Emissionen und tragen zur dauerhaften Anreicherung von Kohlenstoff in landwirtschaftlichen Böden bei.

 1 Quelle: CO2-Ausstoß und Klimabilanz von Pkw; co2online gemeinnützige Beratungsgesellschaft mbH