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Ansprachen zur EinweihungEröffnung der Einweihungsfeier durch Bürgermeister Jens Meyer (l.) und Stefan Ahrens, Geschäftsführer der EKO-PLANT GmbHMit der symbolischen Schlüsselübergabe wurde am 18. September die neue Klärschlammvererdungsanlage im niedersächsischen Kalefeld feierlich eingeweiht. Rund 40 Gäste überzeugten sich bei den anschließenden Führungen von den ökologischen und wirtschaftlichen Vorteilen der Ökotechnik von EKO-PLANT.

Nach nur 6 Monaten Bauzeit von April bis September 2020 wurde die neue Klärschlammvererdungsanlage offiziell in Betrieb genommen. Zur Einweihung hatten sich rund 40 Gäste eingefunden, darunter Bürgermeister Jens Meyer, Volker Hübchen vom Bauamt, Mitglieder des Gemeinderats und Vertreter des Ingenieurbüros Lüdecke, verantwortlich für die Vorplanung und Ausschreibung, sowie Vertreter des Bau­un­ter­nehmens Gebr. Gropengießer. Aber auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über die neue Anlage und deren Vorteile zu informieren. EKO-PLANT war vertreten durch Geschäftsführer Stefan Ahrens und Bauleiter Yannick Reis.

Zukunftssicher und wirtschaftlich

In seiner Eröffnungsrede legte Bürgermeister Jens Meyer noch einmal die wichtigsten Entscheidungsgründe der Gemeinde für die ökotechnische Klärschlammentwässerung dar. Zahlreiche Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen hätten in den letzten Jahren zu großen Unsicherheiten bei der Klärschlammentsorgung geführt. Die neue Klär­schlamm­vererdungsanlage ermögliche nun ein flexibles und an die jeweilige Marktsituation angepasstes Klärschlammmanagement. Durch die extrem niedrigen Betriebskosten sei die neue Anlage zudem äußerst wirtschaftlich. Kalefeld verfüge nun über eine zukunftssichere Abwasserbehandlung.

EKO-PLANT Geschäftsführer Stefan Ahrens dankte in seiner Rede allen am Bau Beteiligten für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die nicht zuletzt auch zur ter­min­ge­rech­ten Fertigstellung beigetragen habe. Die gute Zusammenarbeit werde mit dem be­triebs­be­glei­tenden Engineering auch in den kommenden 5 Jahren fortgesetzt. „EKO-PLANT lässt seine Kunden nach der Fertigstellung nicht allein, sondern sorgt auch danach für idealen Betrieb und beste Leistung ihrer neuen Klärschlamm­vererdungs­anlage.“

Im Anschluss informierten sich die Gäste in mehreren Gruppen über die Funktionsweise der Klärschlammvererdung und die Besonderheiten der neuen Anlage in Kalefeld. Dabei wurden viele Fragen gestellt und beantwortet, wie etwa nach den Auswirkungen von eventuellen Schwermetallbelastungen im Abwasser, der Reduzierung und Umwandlung von Stickstoff, dem Einfluss winterlicher Frostperioden, dem Hochwasserschutz und der ökologischen Bedeutung der Schilfbestände.

Sonne und Schwerkraft statt Kohle und Öl

Kernstück der neuen Klärschlammvererdungsanlage sind drei Schilfbeete von zusammen 14.000 Quadratmetern. Über ein System von Rohrleitungen, Pumpen und Schiebern werden 14.500 Kubikmeter Nassschlamm pro Jahr eingeleitet, entwässert und biologisch in humushaltige Erde umgewandelt. Das naturnahe Verfahren verringert die Schlammmenge um über 90 Prozent. Angetrieben wird die Anlage durch Sonne und Schwerkraft, zusätzliche Energie wird lediglich für die vollautomatische Steuerungselektronik und die Pumpen benötigt. Der äußerst geringe Energieverbrauch senkt nicht nur die Be­triebs­kos­ten, er führt auch zu einer mittleren jährlichen Einsparung von knapp 22 Tonnen CO2. Die Investitionskosten der neuen Anlage betrugen 1,2 Millionen Euro.

Nach sieben bis acht Jahren kontinuierlicher Beschickun­g und einer anschließenden Ruhephase wird die entstandene Klärschlammerde ausgebaggert − geräumt − und kann flexibel verwertet werden: entweder als hochwertiger Dünger in der Landwirtschaft oder in Verbrennungsanlagen. Nach der Räumung wird jedes Schilfbeet erneut mit Klärschlamm beschickt und es beginnt der nächste Vererdungszyklus.

Überzeugende Vorteile

Durch die Kombination von Entwässerung, biologischer Umwandlung und Lagerung wird Kalefeld unabhängig von Marktschwankungen und Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen. Das Klärschlamm-Management der Zukunft hat bereits andere überzeugt. Die nahe gelegenen Samtgemeindewerke Bad Grund (Harz) und der Abwasserverband Raum Katlenburg betreiben ebenfalls Klärschlammvererdungsanlagen von EKO-PLANT. Bundesweit sowie in Österreich und Frankreich existieren 94 Anlagen des Unternehmens.